Cushing-Behandlung (PPID-Dauermedikation)
Die Cushing-Behandlung besteht aus lebenslanger Pergolid-Gabe (Prascend), halbjährlichen ACTH-Kontrollen und angepasster Haltung. Die meisten Pferde sprechen gut auf die Therapie an.
Cushing (PPID) betrifft ca. 20 bis 30 % aller Pferde über 15 Jahre. Es ist die häufigste endokrine Erkrankung des älteren Pferdes.
Erfolgsrate
Cushing wird nicht operiert, daher gibt es keine Boxenruhe. Stattdessen bekommt dein Pferd lebenslang täglich Pergolid, dazu kommen halbjährliche Blutkontrollen und eine zucker- und stärkearme Fütterung, um Hufrehe vorzubeugen.
So läuft die Behandlung ab
-
Bei Verdacht durch langes Fell und Muskelabbau untersucht der Tierarzt das Pferd klinisch.
-
Ein ACTH-Bluttest sichert die Diagnose, saisonal richtig eingeordnet.
-
Die Behandlung startet mit einer niedrigen Pergolid-Dosis, die langsam gesteigert wird.
-
Nach einigen Wochen prüft eine Kontrolle den ACTH-Wert und die Dosis wird angepasst.
-
Fütterung und Haltung werden an das erhöhte Hufrehe-Risiko angepasst.
-
Halbjährliche Kontrollen begleiten die lebenslange Therapie.
Was den Preis beeinflusst
Cushing erfordert lebenslange Medikation und fällt unter die Pferde-Krankenversicherung. Die OP-Versicherung greift nur bei Folge-OPs (z.B. Hufrehe-OP).
Quelle: Erstdiagnose ca. 200–400 EUR, Pergolid ca. 50–80 EUR/Monat lebenslang. Stand 2025/2026.
Häufige Fragen
Was kostet die Cushing-Behandlung?
Die Erstdiagnose mit ACTH-Bluttest kostet 200 bis 400 EUR, danach folgt die Dauermedikation mit Pergolid für etwa 50 bis 80 EUR pro Monat, und zwar lebenslang (Stand 2025/2026). Dazu kommen halbjährliche Blutkontrollen zur Dosisanpassung. Übers Jahr liegst du damit meist bei 600 bis 2.000 EUR, mit steigender Tendenz, weil die nötige Dosis oft mit den Jahren zunimmt.
Wie lange muss mein Pferd Pergolid nehmen?
Lebenslang, denn Cushing ist nicht heilbar, sondern nur kontrollierbar. Pergolid ersetzt die fehlende Bremswirkung im Hormonsystem, setzt du es ab, entgleisen die Werte wieder und das Hufrehe-Risiko steigt. Die gute Nachricht: Die meisten Pferde sprechen gut auf die Therapie an und können mit täglicher Tablette und halbjährlichen Kontrollen viele gute Jahre haben.
Zahlt die Versicherung bei Cushing?
Die Pferde-Krankenversicherung übernimmt Diagnostik und laufende Medikation, sofern Cushing bei Vertragsabschluss noch nicht diagnostiziert war. Die OP-Versicherung greift nur bei chirurgischen Folgeeingriffen, etwa einer Hufrehe-OP. Da die Krankheit vor allem Pferde ab 15 betrifft, lohnt sich der Abschluss deutlich früher, bevor erste Symptome in der Akte stehen.
Einfach. Persönlich. Digital.
100+ Versicherer im Vergleich. Kostenlos, ungebunden, immer an deiner Seite. Wir beraten dich als ungebundener Versicherungsmakler nach §34d Abs. 1 Nr. 2 GewO – vergütet über die Courtage der Versicherer.
- Berufsunfähigkeit
- Haftpflicht
- Altersvorsorge
- Krankenversicherung
- Rechtsschutz
- und mehr