Kastration Kryptorchide (Bauchhöhle)
Bei einem Kryptorchiden ist mindestens ein Hoden nicht in den Hodensack abgestiegen. Die Kastration erfordert eine Bauchhöhlen-OP unter Vollnarkose, um den zurückgebliebenen Hoden zu entfernen.
Kryptorchismus (Binnenhoden) betrifft ca. 5 bis 8 % aller Hengste. Die Kastration über die Bauchhöhle ist deutlich aufwendiger als eine Standard-Kastration.
OP-Dauer
Narkose
Erfolgsrate
Boxenruhe
Schrittführen
Reha gesamt
Nach der Kryptorchiden-Kastration folgen einige Tage Boxenruhe, danach kontrollierte Bewegung, damit Schwellungen abklingen. Die Wunde wird kontrolliert und das Pferd sollte in den ersten Wochen nicht zu Stuten gestellt werden.
So läuft die Behandlung ab
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Ultraschall oder ein Hormontest weist den zurückgebliebenen Hoden nach.
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Das Pferd wird in Vollnarkose gelegt und steril vorbereitet.
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Über einen Zugang in Leiste oder Bauchhöhle wird der Hoden aufgesucht.
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Der Binnenhoden wird entfernt, anschließend der normal abgestiegene Hoden.
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Die Zugänge werden versorgt und ein Wundverband angelegt.
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Das Pferd wacht in der Aufwachbox unter Kontrolle auf.
Was den Preis beeinflusst
Die Kryptorchiden-Kastration wird von den meisten OP-Versicherungen abgedeckt, da es sich um einen medizinisch notwendigen Eingriff handelt. Elektive Kastrationen sind oft ausgeschlossen.
Quelle: Bauchhöhlenkastration deutlich teurer als normale Kastration (ca. 300–500 EUR). GOT-Gebührenordnung, Stand 2025/2026.
Häufige Fragen
Was kostet die Kastration eines Kryptorchiden?
Für die Kryptorchiden-Kastration zahlst du 1.500 bis 3.000 EUR, deutlich mehr als für eine normale Kastration mit 300 bis 500 EUR (Stand 2025/2026). Der Grund: Der nicht abgestiegene Hoden muss in Leiste oder Bauchhöhle aufgesucht werden, was Vollnarkose und einen aufwendigeren Zugang erfordert. Liegt der Hoden tief in der Bauchhöhle, steigt der Aufwand entsprechend.
Zahlt die OP-Versicherung die Kryptorchiden-Kastration?
Meist ja, denn beim Kryptorchiden gilt der Eingriff als medizinisch notwendig, der Binnenhoden kann entarten und macht den Hengst unberechenbar im Verhalten. Elektive Kastrationen normaler Hengste sind dagegen bei vielen Tarifen ausgeschlossen, weil sie keine Krankheit behandeln. Wirf vor dem Eingriff einen Blick in die Bedingungen oder frag direkt beim Versicherer nach.
Ist die OP riskant?
Der Eingriff selbst gilt mit einer Erfolgsrate von 98 % als sicher und ist chirurgische Routine. Das Hauptrisiko ist die Vollnarkose, die beim Pferd immer ein gewisses Restrisiko birgt, vor allem in der Aufwachphase. Seltene Komplikationen wie Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen heilen in der Regel gut aus, wenn sie früh erkannt werden.
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