Hautpilz (Dermatomykose)
Dermatophytosis
Hautpilz beim Pferd wird meist durch Trichophyton- oder Microsporum-Arten verursacht. Die Infektion verbreitet sich über Putzzeug, Sattelzeug und direkten Kontakt. Hautpilz ist hochansteckend, auch für Menschen (Zoonose).
Kosten ohne Versicherung
Durchschnitt: 250 EUR
OP-Wahrscheinlichkeit
Wie oft die Erkrankung operiert werden muss
Saisonale Häufung
Jahreszeit mit erhöhtem Risiko
Was ist Hautpilz (Dermatomykose)?
Hautpilz ist eine Infektion der obersten Hautschichten mit Fadenpilzen (Dermatophyten). Die Pilzsporen keimen in Haut und Haaren, besonders dort, wo die Haut durch Schweiß, Reibung oder kleine Wunden geschwächt ist. Sie zerstören die Haarwurzeln, sodass runde, haarlose und schuppige Stellen entstehen. Die Sporen sind sehr widerstandsfähig und haften an Putzzeug, Decken und Sattelzeug, worüber sie sich rasch verbreiten. Auch der Mensch kann sich anstecken, weshalb Hygiene besonders wichtig ist.
Symptome
- Runde, haarlose Stellen
- Schuppige, krustige Haut
- Leichter Juckreiz
- Typische Lokalisationen: Sattel- und Gurtlage, Kopf
Ursachen
- Ansteckung über gemeinsames Putzzeug und Sattelzeug
- Direkter Kontakt zu infizierten Pferden
- Geschwächtes Immunsystem bei Jungpferden, Alten und Kranken
- Feuchtes, warmes Stallklima
- Kleine Hautverletzungen als Eintrittsstelle
- Enge Haltung mit vielen Pferden
So stellt der Tierarzt die Diagnose
Behandlung: der typische Weg
Konservative Behandlung
Antimykotische Waschungen (Enilconazol, Miconazol), bei schwerem Befall systemische Antimykotika, Desinfektion von Putzzeug und Sattelzeug.
Operative Behandlung
Hautpilz wird nicht operiert.
Nachsorge
Behandlung über 3 bis 6 Wochen. Putzzeug desinfizieren. Kontaktpferde behandeln.
Prognose
Hautpilz heilt bei konsequenter Behandlung vollständig ab. Ohne Behandlung kann er sich auf andere Pferde und Menschen ausbreiten.
Vorbeugung
Hautpilz ist eine kostengünstige Erkrankung, die konservativ behandelt wird. Sie fällt unter die Krankenversicherung.
Häufige Fragen
Ist Hautpilz beim Pferd ansteckend für Menschen?
Ja, Hautpilz ist eine Zoonose und kann auf den Menschen übergehen, typisch sind runde, gerötete und juckende Stellen auf der Haut. Die Sporen haften an Fell, Putzzeug und Kleidung und sind sehr widerstandsfähig. Trage bei der Behandlung deshalb Handschuhe, wasche dir danach gründlich die Hände und halte Kinder von befallenen Pferden fern.
Wie lange dauert die Behandlung von Hautpilz?
Bei konsequenter Behandlung mit antimykotischen Waschungen dauert es 3 bis 6 Wochen, bis der Pilz abgeheilt ist. Genauso wichtig wie die Behandlung des Pferds ist die Hygiene: Putzzeug, Decken und Sattelzeug müssen desinfiziert werden, sonst steckt sich das Pferd immer wieder neu an. Auch Kontaktpferde solltest du im Blick behalten, der Pilz verbreitet sich schnell im Stall.
Zahlt die Versicherung bei Hautpilz?
Die Pferde-Krankenversicherung übernimmt Diagnostik und antimykotische Behandlung, die OP-Versicherung leistet nicht, weil Hautpilz nie operiert wird. Mit 100 bis 500 EUR bleiben die Kosten allerdings überschaubar, allein wegen Hautpilz braucht niemand eine Versicherung. Wichtiger ist schnelles Handeln, damit sich der Pilz nicht im ganzen Stall und auf Menschen ausbreitet.
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